Interviews fürs Marketing filmen – der ultimative Guide!

Egal ob Film, Werbevideo oder Socialmedia Clips – Leuten gezielte Fragen vor der Kamera zu stellen hat lange Tradition und die verschiedensten Spielarten und Qualitätsunterschiede. In diesem Guide möchte ich dir das Filmen von perfekten Interviews erklären. Welche Techniken, Tricks und Equipment man auch als Anfänger anwenden kann, um professionelle Interviews zu schaffen, die nicht nur informativ für das Publikum sind, sondern auch kinematographischen Wert haben und werbewirksam und deinem Marketing zuträglich sind. Außerdem haben professionell wirkende Videos viel bessere Chancen potentielle Kunden anzuziehen. Erfolgreiches Video Marketing hängt zu großen Teilen von gut gemachtem Video Content ab! Die ganze Thematik wirkt vielleicht etwas überwältigend, aber wenn man einige Schlüsselfaktoren beachtet, gibt es keinen Grund auch selbst erfolgreich Interviews zu filmen. 

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Intro

Interviews haben verschiedenste Zwecke. Von einfachen Run-and-Gun Interviews auf der Straße für ein Informationsformat im Fernsehen über Interviews für Werbezwecken, in denen weniger authentische Personen (z.B. Models oder Schauspieler für Werbungen) interviewt werden, bis hin zu Interviews in Spielfilmen und Dokumentationen.

Ich möchte heute die Eigenschaften der vorbereiteten, im Englischen auch “scripted”, Interviews besprechen. Für diese Art Interviews sind eine Menge Dinge zu beachten, um den meisten Wert für den Zuschauer zu generieren und das Interview auch so professionell wie möglich erscheinen zu lassen.

Die meisten Eigenschaften eines professionell gefilmten Interviews sind auf die richtige Technik und sonstige Tricks zurückzuführen und weniger teurem Equipment geschuldet. Somit lassen sich tolle Interviews auch von Anfängern realisieren – das richtige Know-How vorausgesetzt.

Location – wo filme ich am besten?

Im Unterschied zum Run-and-Gun Interview sollte man sich beim scripted Interview von vornherein schon einmal mehr Zeit bei der Wahl des Drehorts lassen. Interviews in den Nachrichten z.B. bei der Katastrophenberichterstattung lassen dies oft nur in geringem Maße zu.

Was man also als erstes machen sollte, ist sich einen Ort auszusuchen mit einem Hintergrund, der Tiefe vermittelt. Das bedeutet in der Praxis, dass man die zu interviewende Person mit einem gewissen Abstand zu dahinter liegenden Objekten/Wänden platziert.

Das “beruhigt” das Bild und hebt den Hauptgegenstand des Bildes, die interviewte Person hervor und grenzt diese klar von seiner Umgebung ab. Das Publikum kann sich somit besser auf die Person fokussieren und in weiterer Folge auch auf das Thema bzw. Gespräch des Interviews.

Linien in die richtige Richtung vermitteln Tiefe!

Des Weiteren sollte man auf räumliche Linien im Bild achten. Wenn man sich z.B in einem relativ engen Raum befindet, sollten die Linien von Fenstern, Wänden, Säulen etc. einen Fluchtpunkt hinter dem Subjekt haben. Dies vermittelt räumliche Tiefe und trägt auch dazu bei das Subjekt vom Hintergrund abzuheben. Man kann sich besser auf die Person konzentrieren.

Die räumliche Tiefe wird vom menschlichen Auge auch als “angenehmer” empfunden und führt weniger schnell zu Ermüdungserscheinungen.

Die Umgebung sollte zum Thema passen!

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Ortswahl ist die Thematik des gesamten Videos, das wir produzieren bzw. für wen oder was wir das Video produzieren. Angenommen ich drehe eine kurze Doku über eine Musikband, damit sie sich vorstellen und über Social Media vermarkten können. Dabei werde ich idealerweise einen Ort wählen, der mit der Band und deren Musik in Verbindung steht, wie etwa ein Proberaum oder ein Tonstudio.

Diese Kohärenz sorgt dafür, dass das Interview vom Publikum als stimmig und angenehm empfunden wird und lässt sich perfekt in das restliche Video, in dem z.B. der Alltag der Bandmitglieder dargestellt wird, integrieren.

Du stellst ein Produkt vor, das mit öffentlichem Verkehr zu tun hat? Warum nicht in der U-Bahn filmen?
Du stellst ein Produkt vor, das mit öffentlichem Verkehr zu tun hat? Warum nicht in der U-Bahn filmen?

Was soll im Bild sein und was nicht?

Ganz wichtig, wenn es um die Wahl der Ortes geht, sind die Gegenstände, die im Bild zu sehen sind. Man sollte dabei Dinge vermeiden, die extrem bunt sind, extrem ausgefallene Formen haben oder sich bewegen. Ein absolutes No-Go sind Monitore (falls nicht explizit notwendig).

Ein Bild sollte nicht unruhig auf das Publikum wirken und daher empfiehlt es sich, überflüssige Gegenstände im Hintergrund (auch wenn dieser weiter weg und unscharf ist!) zu entfernen.

Ein klassischer Anfängerfehler ist das Vergessen von eigenem Fotoequipment wie zum Beispiel Rucksäcke, Objektive oder gar ein Stative im Hintergrund.

Was man noch beachten sollte, sind reflektierende und spiegelnde Oberflächen, wie etwa Spiegel, Bilderrahmen, Brillengläser, Fensterscheiben etc. um nicht schlussendlich selbst im Bild zu landen oder störenden Bewegungen durch Personen, die eigentlich hinter der Kamera sind, mit einzufangen.

Genauso lästig wie Reflektionen von Personen oder Bewegungen können Lichtflecken sein, die durch reflektierende Gegenstände entstehen. Darauf sollte man vor Beginn des Interviews aufpassen und das Kamerabild kontrollieren um sich nicht im Nachhinein ärgern zu müssen.

Je nachdem welche Optionen zur Beleuchtung man hat, kann man dunkle oder helle Orte für das Interview wählen. Tageslicht und Kunstlicht haben verschiedene Vor- und Nachteile, aber dazu mehr im Abschnitt zum Thema Licht.

Bildkomposition – wie platziere ich Elemente und Personen im Bild?

Der nächste Schritt, nachdem wir nun einen optimalen Platz für das Interview gefunden haben, ist die Platzierung der Elemente und Personen im Bild bzw. wie die Kamera dementsprechend richtig ausgerichtet wird. Klarerweise ist die Person, das Subjekt, der Hauptgegenstand des Bildes und muss daher am prominentesten platziert werden.

Mittel oder Drittel?

Man hat dabei die Möglichkeit sich nach der Regel der Drittel-Regel (auch goldener Schnitt genannt) zu orientieren oder platziert die Person in der Mitte des Bildes.

Wenn man nach der Drittel-Regel vorgeht, bedeutet dies, die Person entweder im linken oder rechten ersten horizontalen Drittel zu platzieren. Dabei richtet man das Gesicht, je nachdem wie viel man vom Oberkörper im Bild hat, so aus, dass es sich ca. im oberen Drittel der Vertikalen befindet, sodass die Augen der Person auf einer gedachten waagrechten Linie, die das obere Drittel markiert, liegen. Das klingt erstmal alles kompliziert, ist aber in der Praxis ganz einfach und besser erklärt durch das Bild im Folgenden.

Drittel-Regel beschreibt die horizontale und vertikale Teilung des Bildes in jeweils drei Teile als angenehme Art der Bildkomposition

Man sollte beachten, dass über dem Kopf der  Person noch etwas Platz ist und der Kopf den Rand nicht berührt – das verhindert, dass das Bild auf den Zuseher beengend wirkt. Das Gegenteil davon, die Person zu weit unten im Bild zu platzieren, ist genauso schlecht, da es dem Bild dann an Ordnung und fehlt und der Fokus nicht mehr zu 100% auf der Person liegt.

Wohin geht der Blick?

Wenn man die Person nun richtig im Bild platziert hat, geht es weiter mit der Blickrichtung. Angenommen, die Person befindet sich im linken Drittel des Bildes. Nun muss der Blick auf die leere rechte Seite gehen und zwar nicht zu weit nach rechts sondern relativ nahe an der Kamera vorbei. Wenn die Person zu weit nach rechts ins Off schaut, hat man als Zuseher das Gefühl, dass die Person sich auf etwas außerhalb des Interviews konzentriert.

Wenn man die Person nun nach der Drittel-Regel platziert hat, sollte der Blick nicht direkt in die Kamera gehen, sondern knapp daran vorbei. Wahlweise kann die Person dabei sich auf einen Punkt hinter der Kamera konzentrieren oder den Kameramann, der sich neben der Kamera platziert, ansehen.

Diese Art von Platzierung für Interviews ist am geläufigsten und eignet sich auch für Leute, die Scheu vor der Kamera haben.

Die Kamera sollte dabei auf Augenhöhe mit der interviewten Person sein um eine möglichst neutrale Perspektive zu erzielen. Sie ist idealerweise am Stativ um störende Kamerabewegungen zu vermeiden!

Auf welcher Höhe positioniere ich die Kamera?

Man kann die Kamera auch höher oder tiefer als Augenhöhe positionieren, wenn man damit bestimmte Effekte erzielen möchte. Höher als Augenhöhe kann helfen ein Doppelkinn zu kaschieren und hilft darüber hinaus eine Person schmächtiger und unterlegen darzustellen. Zum Beispiel beim Interviewen von Opfern von Verbrechen oder Naturkatastrophen.

Beim Filmen von perfekten Interviews gilt es darauf zu achten, durch die richtige Kameratechnik gewollt Emotionen zu vermitteln!

Das Gegenteil dazu wäre, von unten zu filmen um eine Person mächtiger und überlegen erscheinen zu lassen. Zum Beispiel beim Interviewen eines Sportlers, der gerade einen Sieg gefeiert hat. Genauso kann man auch schütteres Kopfhaar verstecken. Je nachdem welchen Effekt man erzielen möchte, kann man somit etwas in der Kamerahöhe variieren.

In manchen Fällen empfiehlt es sich, die Person in der Mitte des Bildes zu positionieren und sie direkt in die Kamera schauen zu lassen. Warum machen wir das und lassen dabei die Drittel-Regel außer Acht?

Direkter Augenkontakt mit der Kamera führt zu starker Präsenz!

Die Person in der Mitte des Bildes zu platzieren führt zu einer unnatürlichen Präsenz im Bild und eignet sich besonders gut für Erklärvideos bzw. Interviews in denen die Person das Publikum sehr direkt ansprechen will. Dieser Eindruck wird durch den direkten Augenkontakt zusätzlich stark verstärkt.

Man sollte hierbei als interviewte Person allerdings keine Angst vor der Kamera haben. Bestenfalls sollte man etwas Erfahrung mit Interviews haben um souverän genug aufzutreten um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Wichtig bei der perfekten Platzierung der Person im Bild ist, darauf zu achten und dies auch am Anfang zu erwähnen, dass die Position eingehalten werden muss. Bei Bewegung, z.B. bei sich Vorlehnen beim Lachen, sollte die ursprüngliche Position wieder eingenommen wird.

Jetzt haben wir besprochen, wie die Örtlichkeit, in der wir filmen wollen, beschaffen sein sollte und welche Elemente im Bild zu sehen sein sollten und welche nicht. Was nun aber wenn wir außer der Person selbst nichts anderes im Bild haben wollen?

Eine zweite Kamera bringt Abwechslung!

Alle bisher besprochenen Regeln zum richtigen Positionieren im Bild gelten für eine Kamera, die A-Kamera, die direkt vor dem Subjekt steht und dessen Richtung gesprochen wird. Um dem Interview nun den richtigen professionellen Touch zu verleihen und um einiges interessanter zu machen, empfiehlt es sich, eine zweite Kamera, die B-Kamera, zu verwenden.

Die B-Kamera dient dazu, die interviewte Person von einer Perspektive zu zeigen, die sich ein klein wenig von der der A-Kamera unterscheidet. Persönlich empfinde ich einen Winkel von ca. 30-45° im Vergleich zur A-Kamera als sehr angenehm. Dieser nicht zu stark von der Hauptkamera abweichende Winkel sorgt später dafür, dass die Einstellungen nahtlos ineinander übergehen und als sehr angenehm vom Betrachter empfunden werden.

Unterschied zwischen direkter Position der A-Kamera und seitlich versetzter B-Kamera

Die B-Kamera darf in ihrer Brennweite bzw. Distanz (wie viel man von der Person zeigt) ruhig stärker von der Hauptkamera abweichen. Man kann somit gerne die Person im Ganzen, z.B. auf einer Couch sitzend, oder auch einen noch kleineren Ausschnitt des Gesichts zeigen.

Ein Tipp um einem Interview einen filmischen Look zu verleihen ist, mit der B-Kamera immer die Schattenseite des Gesichts der Person zu  filmen. Wobei die Hälfte natürlich nicht komplett dunkel sein sollte! Durch geschickte Beleuchtung erreich man auf der Schattenseite ein „Lichtdreieck“ unter dem Auge. Dieses Dreieck wird auch Rembrandt-Dreieck genannt. Das führt dazu, dass das Gesicht mit mehr Tiefe wahrgenommen wird und plastischer erscheint.

Kameraempfehlung für Interviews

Für ein professionelleres und flexiblere Setup sollte man auf jeden Fall zumindest eine Kamera haben, die in 4k Auflösung aufnimmt. Der Grund dafür ist, dass man im Nachhinein, sollte man dies wollen, den Bildausschnitt ohne Qualitätsverlust verändern kann, indem man z.B. hineinzoomt. 

Ein perfektes Einsteigermodell, das allen Ansprüchen gerecht wird, ist die Lumix G70 von Panasonic. Sie nimmt in 4k Auflösung auf und kann auch mit Objektiv mit längerer Brennweite (wichtig für Interviews!) im Set erworben werden. 

Eine professionellere Option, die noch mehr Einstellungsmöglichkeiten und bessere Bildqualität liefert ist die Lumix GH5, ebenfalls von Panasonic.  Gepaart mit Objektiven mit längeren Brennweiten, ist sie die ideale Interviewkamera. 

Licht und Beleuchtung – ein sehr wichtiger Faktor!

Der Umgang mit Licht und ein gutes Beleuchtungssetup bringen dein Interview auf ein komplett neues Level. Dies macht den Unterschied zwischen Amateur-Interview und dem Filmen von perfekten Interviews zu einem großen Teil aus!

Es gibt dabei die verschiedensten Möglichkeiten wie man Licht verwenden kann, sei es künstliches Licht, Reflektoren oder reines Sonnenlicht.

Je nach Situation muss man entscheiden, welches Setup gerade am besten geeignet wäre. Man muss entscheiden wie viel künstliches Licht man braucht oder ob Tageslicht, sei es indoor oder outdoor, ausreicht.

Universelles Interview-Lichtsetup: Die 3-Punkt Beleuchtung

Das universellste Beleuchtungssetup für die meisten Interviewsituationen ist die sogenannte Drei-Punkt-Beleuchtung. Dafür braucht man drei Lichtquellen: ein “Key-Light”, ein “Back-Light” und ein “Fill-Light”.

Das Key-Light ist die Hauptlichtquelle und wird seitlich vor der Person platziert, sodass eine eine Gesichtshälfte hauptsächlich beschienen wird. Dabei kann man dann die Position der Lichtquelle so variieren, dass im Gesicht genau die Schatten entstehen, die man will, z.B. Schatten unter dem Kinn, die wiederum das Gesicht markanter und plastischer erscheinen lassen.

Das “Back-Light” wird seitlich hinter dem Subjekt auf der Schattenseite platziert. Diese Lichtquelle sollte um einiges schwächer sein als das Hauptlicht. Es dient dazu, die Umrisse des Subjekt hervor- und somit vom Hintergrund abzuheben.

Das “Fill-Light” ist eine eher optionale Lichtquelle, die entweder von einer künstlichen Lichtquelle oder auch von einem Reflektor ausgehen kann. Dieses Licht sorgt dafür, dass Schatten im Gesicht und Körper aufgehellt oder “aufgefüllt” werden, daher der Name.

Das wichtigste Licht, das Key-Light sollte sehr hell sein und auf jeden Fall mit einem Diffusor gestreut werden. Fast unumgänglich für künstliche Lichtquellen sind Lichtstative, günstige Stative, auf die man Lampen montieren kann. Andernfalls lassen sich die Lichtquellen in deren Richtung nicht ausrichten, es sei denn man hat jemanden, der hilft, das Licht zu dirigieren.

Das zweitwichtigste Licht, das Backlight, braucht nicht ganz so hell zu sein, sollte aber auch fest platziert werden, sodass es nicht schaukeln oder gar umfallen kann. Das gleiche gilt natürlich auch für das Fill-Light.

schematische Darstellung der Drei-Punkt-Beleuchtung
Drei-Punkt Beleuchtungssetup von oben

Je nachdem welche Stimmung man in seinem Interview vermitteln will, kann man nun in einer hellen oder dunklen Umgebung filmen, alle Lichtquellen für das Drei-Punkt-Setup verwenden oder nur zwei und ein wenig experimentieren. An einem komplett dunklen Drehort, an dem der Hintergrund nur zu erahnen ist, braucht man mehr Lichtquellen als in einem hellen, lichtdurchfluteten Raum.

Allerdings kann man in dunklen Räumen (mit der richtigen Beleuchtung auf der Person!) perfekt Interviews zu ernsten oder mystischen Themen filmen. Im Gegensatz dazu passen Interviews zum Thema Kundenzufriedenheit einer Zahnpastamarke besser in eine insgesamt helle Umgebung.

Beim Thema Licht ist prinzipiell darauf zu achten, dass man das Subjekt heller als die Umgebung beleuchtet. In der Praxis heißt das, dass wenn die Umgebung bereits sehr hell ist, muss man die Person und das Gesicht noch mehr beleuchten und gleichzeitig die Kamera so einstellen, dass das Bild nicht überbelichtet wird.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt zum Thema Licht, den man unbedingt beachten sollte, ist die Lichthärte. Unter Lichthärte versteht man wie direkt die Lichtstrahlen aus der Lichtquelle, sei es LED oder normale Tageslichtglühlampen, auf das Subjekt treffen.

Die perfekten und auch preislich sehr attraktiven Lichtquellen für Interviews sind zweifelsohne Godox SL60. Die LED Lampen, brauchen wenig Strom, sind ausreichend leise für Interview Setups und Flickerfrei!

 

Weiches Licht erwünscht!

Je direkter die Strahlen auf das Ziel treffen, desto härter und kantiger erscheinen Schatten im Bild. Dies ist in den allermeisten Fällen nicht gewünscht. Daher gibt es für Videolicht sogenannte Diffusoren, Scheiben oder Aufsätze aus lichtdurchlässigem Stoff. Diese setzt man auf die Lichtquelle, die Lichtstrahlen werden gestreut und erzeugen somit ein „weiches Licht“. Weiches Licht bedeutet weiche Schatten und trägt wiederum zu einem professionellen Look des Interviews bei.

Wenn man sich nun dazu entscheidet auch Tageslicht in seinem Bild zu verwenden, sollte man darauf achten, dass die künstlichen Lichtquellen mehr oder weniger die gleiche Farbtemperatur wie das Sonnenlicht haben. Ein Mixtur zwischen Sonnenlicht und dem warmen Licht einer Glühbirne kann dazu führen, dass dies als störend empfunden wird und vom Hauptgegenstand des Bilds ablenkt.

Auch sollte man beachten, dass die Sonne und somit auch das einfallende Licht wandert! Wenn man nun sehr lange für gewisse Einstellungen braucht bzw. Teile des Interviews wiederholen muss oder im Schnitt nachher die zeitliche Abfolge des Interviews ändert, kann man oft erkennen, dass sich die Lichtsituation verändert hat. Das sollte vermieden werden!

Equipment – was brauche ich?

Videos zu produzieren bedeutet natürlich auch, dass man einen gewissen Hang zur Technik haben. Beziehungsweise sollte man sich mit der benötigten Hardware vertraut machen. Filmleute sind ja seit jeher als Materialfreaks verschrien – eine Behauptung, die nicht zur Gänze erfunden ist.

Allerdings kann man auch schon mit geringem Materialaufwand zu sehr professionellen Ergebnissen kommen.

Im Folgenden eine Liste mit Dingen, die man idealerweise zur Hand hat wenn man ein möglichst professionelles Interview filmen möchte.

  • A-Kamera
  • B-Kamera
  • 2 Stative
  • Mikrofon mit Supernierencharakteristik
  • Tongalgen
  • Lavalier-Mikrofon
  • Audiorekorder
  • Mikrofonverlängerunsgkabel
  • Key-Light
  • Back-Light
  • Fill-Light
  • Lichtstative

Diese Liste liest sich jetzt sehr lange und kostspielig. Allerdings braucht man nicht zwingend alles davon und kann bei manchen Dingen zu günstigeren Lösungen greifen.

Eine B-Kamera zusätzlich zur A-Kamera zu haben, ist, was dem Interview zu einem großen Bonus an Qualität verhilft, hier sollte man nach Möglichkeit eine zweite Kamera verfügbar haben – evtl. kennt man jemanden, der eine Kamera von ähnlicher Qualität wie die eigene hat.

Stabiles Bild ist ein Muss!

Stative finde ich sehr sinnvoll, da sie ungewollte Kamerabewegungen vermeiden und somit ein perfekt stabiles Bild erzeugen. Der Zuseher kann sich komplett auf die interviewte Person konzentrieren. Sollte man kein zweites Stativ haben, kann man die zweite Kamera auch auf einem Tisch, Regal etc. auflegen.

Mindestens genauso wichtig für ein Interview wie ein perfekt gestaltetes Bild ist ein klarer Ton. Dafür brauchen wir zumindest ein Mikrofon, am besten eines mit einer sogenannten Supernierencharakteristik – das bedeutet, dass der Raum, den das Mikrofon mit seiner Aufnahme abdeckt nierenförmig und großteils VOR dem Mikrofon liegt. Mehr dazu im Abschnitt zum Thema Ton.

Optional oder zusätzlich zum Richtmikrofon kann man ein sogenanntes Lavalier-Mikrofon verwenden. Das sind dies kleinen Ansteckmikros, die wir immer wieder in den Nachrichten sehen. Bei der Verwendung von Lavalier-Mikros kann man allerdings schnell was falsch machen, sie sind komplizierter in der Verwendung bzw. ist der Ton von Richtmikros generell besser. Daher empfehle ich eher Richtmikrofone für ein gezielte und hochqualitative Tonaufnahme.

Lieber mehrfach Ton aufnehmen als später bereuen!

Wenn man absolut sicher gehen will, dass man ja auch wirklich den Ton aufnimmt und sich keinem technischen Gebrechen geschlagen geben will, verwendet man ein zweites Richtmikrofon. Mehr dazu im Abschnitt zum Thema Ton.

Die Mikros werden dann entweder mit einem Verlängerungskabel an die Kamera angesteckt oder an einen separaten Audiorekorder. Einfacher ist es natürlich direkt an die Kamera anzuschließen, jedoch hat diese in den meisten Fällen nur einen Audioeingang. Somit wird für ein zweites Mikro ein separates Audioaufnahmegerät erforderlich.

professioneller Audiorekorder mit XLR-Eingängen und eingebauten Richtmikrofonen
Audiorecorder zur separaten Tonaufnahme

Die Richtmikrofone werden schließlich an einem Tongalgen befestigt und über und vor dem Kopf der interviewten Person positioniert. Man kann hierbei natürlich etwas einsparen, indem man nur ein Mikrofon verwendet, dass direkt auf der Kamera sitzt. Dabei muss man allerdings beachten, dass man keinesfalls zu weit vom Subjekt weg sein und tunlichst keine Umgebungsgeräusche haben darf, da sich große Distanzen und Umgebungslärm sofort im Ton negativ bemerkbar machen.

Audiorecorder Empfehlung für Interviews

Wenn man mit DSLR Kameras (sehen in der Regel aus Fotoapparate) , also mit Kameras, die keine Cinema Kameras sind, filmt, ist man bei Aufnahme von Ton oft eingeschränkt. Um bestmöglichen Ton aufzunehmen (der ja für Interviews essenziell ist), verwendet man daher Audiorecorder. Diese können über die eingebauten Richtmikrofone schon „out of the box“ verwendet werden oder man kann professionelle Mikrofone per XLR Anschluss anstecken. Der vom Preis-Leistungsverhältnis beste, ist sicherlich der Tascam DR40. Er bietet unzählige Optionen professionellen Sound auch für kleines Budget aufzunehmen. 

Vorsicht vor Flimmern – Immer das Bild checken!

Lichtquellen für Interviews können LED-Panele sein oder gerne auch herkömmliche Halogen-Glühlampen. Die letztere Lösung ist prinzipiell um einiges günstiger. Sie ist aber nicht ganz so hell und hat einen großen Nachteil gegenüber speziellen Video-LEDs: Flimmern. Halogen-Glühlampen funktionieren mit einer “Flimmerfrequenz”, die das menschliche Auge nicht registriert, die Kamera ab gewissen Verschlusszeiten aber sehr wohl!

Daher ist es wichtig das Bild immer auf Flimmern zu überprüfen und gegebenenfalls (am Anfang) die Verschlusszeit der Kamera dahingehend anzupassen. Bei LEDs findet man dieses Flimmern so gut wie nie. Daher eignen sie sich auch besser für Videoaufnahmen besonders bei kürzeren Verschlusszeiten. Mehr dazu im folgenden Abschnitt.

Kameraeinstellung – welche Knöpfe muss ich drücken?

Die meisten Kameras kommen mit einer überwältigenden Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten daher. Wie soll ich nun wissen, welche Einstellungen ich nun vornehmen soll um ein perfektes Bild zu erhalten?

Als erstes betrachten wir einmal die Auflösung: je höher wir die Auflösung einstellen können, desto mehr Optionen haben wir dann in der Nachbearbeitung. Wenn meine Kamera 4K Video aufnehmen kann, nehme ich 4K Video auf. Das hat den Sinn, dass ich in der Nachbearbeitung aus einer Einstellung auf einmal zusätzlich einen Zoom-In Effekt herausbekommen kann, wenn ich das will. Zum Beispiel wenn die Interviewte Person gerade etwas sehr wichtiges sagt, kann ich einfach und ohne Qualitätsverlust in das Bild hineinzoomen um visuell extra Nachdruck auf das Gesagte zu legen.

Bei der Bildwiederholrate (engl. frame rate) sind es meistens 25p oder auch 24p für den klassisch-filmischen Look. Slowmotion darf man keinesfalls filmen, daher zu Beginn immer die Einstellungen checken.

Die Verschlusszeit der Kamera sollte sich in den meisten Fällen an der doppelten Bildrate orientieren (=180° Regel). Dadurch dass in einem Interview eher wenig bis keine Bewegung passiert sind höhere oder niedrigere (minimal gleich groß wie die Bildrate selbst!) Bildwiederholraten auch kein Beinbruch. Idealer wäre bei einer Bildrate von 25p aber eine Verschlusszeit von 1/50!

ISO, also die Empfindlichkeit des Sensors sollte den Lichtverhältnissen angepasst werden, im Idealfall natürlich niedriger um Rauschen in den dunklen Bereichen des Bildes zu verhindern.

Weißabgleich ist gerade bei Interviews ein wichtiges Thema, da er die Farbe der Haut maßgeblich bestimmt. Es zahlt sich auf jeden Fall aus, vor dem Dreh einen manuellen Weißabgleich durchzuführen. Die Farben sollten nicht dem automatischen Weißabgleich überlassen werden.

Große Offenblende bringt zusätzlichen Fokus auf die Person!

Nun kommen wir zu den Einstellungsmöglichkeiten, die uns das Objektiv bietet. Wenn möglich wollen wir mit einer möglichst offenen Blende filmen. Das hat zur Folge, dass eine große Schärfentiefe entsteht. Also wie sehr der Vorder- und Hintergrund des fokussierten Bereichs unscharf wird.

Durch die Verwendung von Objektiven, besonders große Blenden (z.B. ab Blende 2,8) haben, haben wir die Möglichkeit das Subjekt noch mehr durch einen noch unschärferen Hintergrund hervorzuheben.

Die zweite wichtige Option, die uns das Objektiv bieten kann, ist die Änderung der Brennweite. Dies ist natürlich nur bei Zoom-Objektiven möglich.

Lange Brennweiten ab 50mm sorgen dafür, dass besonders in Gesichtern weniger Verzerrung auftritt als mit weitwinkeligen Objektiven. Das Bild von 50mm Objektiven entspricht nämlich der Brennweite, die das menschliche Auge wahrnimmt. Sie lässt das Bild somit am natürlichsten erscheinen.

Lange Brennweiten sind besser geeignet als Weitwinkel!

Speziell in Interviews und bei Portraitaufnahmen sind kurze Brennweiten nicht empfehlenswert. Sie verzerren stark und erzeugen ein sehr unnatürliches Bild. Am Besten sind Brennweiten von ca. 50mm bis 100mm.

https://www.youtube.com/watch?v=Ojz_rCWGs08
Auswirkungen unterschiedlicher Brennweiten auf das Portrait
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Perfekte Brennweite für Interviews: um die 70mm

 

Ton – wie bekomme ich kristallklaren Ton?

Der Ton – extrem wichtig beim Interview und daher auf keinen Fall zu vernachlässigen. Wie vorher beschrieben bekommen wir den besten Ton von Richtmikrofonen, die, wie der Name vermuten lässt, Schall aus einer bestimmten Richtung besser aufnehmen als aus anderen.

Mikro zu weit weg von der Person führt zu schlechtem Ton!

Der #1 Anfängerfehler bei der Aufnahme von Ton bei Interviews ist zu große Distanz zwischen Mikrofon und interviewter Person. Idealerweise hat das Mikrofon eine Distanz von 20 bis 50cm zum Subjekt. Aber wie schaffe ich das nun, wenn ich doch eine größere Brennweite verwenden soll und daher die Kamera weiter weg platzieren muss? Man muss das Mikrofon separat platzieren – dafür kommt der so genannte Tongalgen zum Einsatz. Dies ist ein langer Stab an deren Ende das Mikrofon befestigt und somit direkt über der Person (außerhalb des Bilds natürlich!) platziert wird. Natürlich muss man das Kabel des Mikros nun verlängern und zur Kamera zurückführen.

Alternativ zum Verlängerungskabel kann man einen externen Rekorder verwenden und das Mikro dort anschließen. Eine sehr günstige aber auch praktische Lösung ist die Verwendung des Mikros mit dem Smartphone. Man braucht gegebenenfalls einen kleinen Adapter um das Mikrofon am Smartphone anschließen zu können. Auch wenn man das Mikro direkt am Handy anstecken könnte, da beide 3,5 Klinkenstandard haben, kann sonst keine Signalübertragung erfolgen.

Daher braucht man den Adapter, der das Signal umwandelt!) und evtl. ein Aufnahme-App für das Mikrofon. Diese Lösung ist auf jeden Fall günstiger als ein externer Rekorder aber bringt eine beinahe ebenso gute Qualität.

Adapterkabel für die Verwendung von Mikrofonen mit 3.5mm Klinkensteckern am Smartphone
Adapterkabel von 3,5mm Klinkenstecker des Mikros zum 3,5mm Eingang des Smartphones

Faustregel: Armlänge!

Die Faustregel zur Mikrofondistanz ist: platziere das Mikrofon so weit von der Person weg wie du dich mit ihr auch normalerweise unterhalten würdest. Und das ist generell für normale Konversationen ca. eine Armlänge. Zu kleine Distanz zwischen Mikrofon und der Person ist auch schlecht. Das Mikrofon reagiert zu sensibel auf Höhen und es kommt leichter zu Störungen aufgrund plötzlicher Lautstärkeänderungen.

Diese Regeln gelten jetzt hauptsächlich für Richtmikrofon, was aber wenn ich ein Ansteckmikrofon, also ein Lavalier-Mikrofon, verwende?

Diese Art Mikros eignet sich am Besten für Interviews auf der Straße und outdoor wenn man keine Option hat einen Tongalgen zu verwenden oder es viel Umgebungsgeräusche gibt. Lavalier-Mikros kann man einfach an einer Person anbringen und tarnen. Sie brauchen allerdings entweder ein langes Kabel zur Kamera, ein externes Aufnahmegerät oder eben ein Smartphone mit dem richtigen Kabel und App zur Aufnahme.

In großen Räumen und Räumen die hauptsächlich aus nackten Wänden, Fliesen oder glatten Wand- und Deckenpaneelen bestehen, werden Schallwellen (vom Sprechen) reflektiert und vom Mikrofon als mehr als einmal aufgenommen. Dabei spricht man von Hall.

Um deine Audioaufnahmen nicht wie in einer Kirche klingen zu lassen, solltest du dir Räume suchen, die  zumindest einige wenige schallschluckende Elemente haben. Zum Beispiel Teppiche, eine Couch, Polstermöbel, Vorhänge etc. Oft reicht es schon hinter der Kamera ein Bücherregal voller Bücher zu haben, die den Schall streuen und verhindern, dass er reflektiert wird.

Eine professionelle aber auch recht teure Lösung ist das Verkleiden von Wänden mit Akustikschaumstoff. Das kann man natürlich auch nicht überall machen, sondern eher in den heimischen Räumlichkeiten.

Decken als Akustikbarriere nutzen um Hall zu vermeiden

Was man aber andernorts machen kann, ist das Spannen von Wäscheleinen in einem Zimmer und Decken darüber hängen. Also quasi einen “Akustikzaun” hinter der Kamera aufbauen – dauert zwar etwas, ist aber eine günstige und effektive Methode.

Solltest du in deinem Ton doch einen Hall feststellen, gibt es in Nachbearbeitung die Option diesen künstlich zu vermindern. Ganz lässt er sich selten entfernen, daher gilt es schon vor der Aufnahme darauf zu achten.

Tipp: Wenn man die ersten 30 Sekunden im Interview aufgenommen hat, Audio und Video, die Aufnahme stoppen und anschauen und auf mögliche Fehler untersuchen. Passt die Bildkomposition? Keine unerwünschten Elemente im Bild? Stimmt die Beleuchtung? Passt die Audioqualität? Erst dann mit dem Interview fortfahren und gegebenenfalls die erste Frage wiederholen.

Interview-Soft-Skills – Wohlfühlen ist wichtig!

Bevor man eine Interview beginnt, sollte man sich die Zeit nehmen, mit der Person, die man interviewen möchte, warm zu werden. Dazu am besten etwas Smalltalk machen, scherzen und der Person ein gutes Gefühl geben. Im Idealfall vergisst dein Gegenüber kurzzeitig, dass gleich eine Kamera auf es gerichtet wird.

Lass deine Person Platz nehmen (wenn das Interview im Sitzen durchgeführt wird) und gib ihr Zeit es sich gemütlich zu machen. Weiter mit der Person reden, plötzliche Stille führt wieder zu einer Anspannung, die sich dann im Interview bemerkbar macht!

Gut vorbereitete Fragen machen einem das Leben leichter!

Die Fragen, die man dann stellt, wenn das Interview begonnen hat, sollten gut recherchiert sein und Hand und Fuß haben. Dabei gilt es zu beachten, dass man nicht auf Biegen und Brechen eine Frage nach der anderen runterspult, sondern auf den Antworten der Person aufbaut. Somit ergibt sich ein sehr flüssiges und zusammenhängendes Interview.

Ja und Nein Fragen gilt es prinzipiell zu vermeiden! Es sollten Fragen sein, die nicht zu lange sind aber auch genug Anstoß zum Nachdenken bieten um eine ausführliche Antwort zu erhalten.

Pausen sind wichtig! Man sollte immer darauf schauen, dass man Pausen einhält zwischen Fragen und Antworten. Wenn man die eigene Stimme nicht im finalen Interview haben will, dann darf die Person dem Interviewer nicht ins Wort fallen! Also immer nach der Frage 3 Sekunden warten, dann kann die Antwort folgen.

Perfekte Outdoor-Interviews filmen- was gibt es hier zu beachten?

Interviews im Freien können einfacher und schwieriger sein, als Interviews in Räumen.

Ein wichtiger Punkt im Freien betrifft Licht – man braucht outdoor wenig bis keine künstliche Beleuchtung wenn die Sonne scheint – oft verwendet werden Reflektoren um Schattenstellen aufzuhellen.

Den Einfall von Sonnenlicht vorhersehen

Nicht gegen die Sonne filmen! Das Gesicht der Person, die man interviewt, liegt im Schatten und die Umgebung ist überbelichtet!

Nicht mit der Sonne im Rücken filmen! Man wirft seinen eigenen Schatten ins Bild bzw. auf die interviewte Person! Außerdem fällt das Sonnenlicht der Person direkt in die Augen und sie muss blinzeln! Am besten schattige Stellen aufsuchen bei prallem Sonnenschein.

Vorsicht bei rasch wechselndem Licht! Wenn Wolken schnell ziehen, kommt und geht das Sonnenlicht sehr schnell – oft stimmen dann die Kameraeinstellungen nicht mehr, das Bild ist unter- oder überbelichtet. Sonnen- oder Wolkenfenster abwarten!

Sonnenbrillen im Interview sind ein No-Go!

Sonnenbrillen sollten bei Outdoor-Interviews abgenommen werden. Erstens reflektieren sie das Bild und man kann sich mit der Kamera selbst sehen und zweitens lassen sie die Person unpersönlich und einschüchternd erscheinen.

Wenn man Richtmikrofone im Freien verwendet, empfiehlt sich die Verwendung eines Windschutzes, der Unangenehme Störgeräusche verhindert. Diesen Windschutz gibt es in Form von Schaumstoffzylindern, die man über das Mikro zieht oder als Pelzaufsatz, auch „dead cat“ genannt.

Windschutz aus Schaumstoff für Rode Richtmikrofon
Windschutz für Richtmikrofon

Ton – bei Interviews im Freien gibt es außerdem oft eine Menge Umgebungsgeräusche. Hier bietet sich an, Lavalier-Mikrofone zu verwenden, da diese sehr nahe an der Schallquelle, dem Mund sind und sehr wenig Umgebungsgeräusche auffangen, ganz unabhängig davon, wie weit die Kamera entfernt ist.

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Einleitung Dropshipping ist momentan in aller Munde denn es gibt schon zahlreiche Online Marketer die das Geschäftsmodell seit Jahren nutzen und Millionen gemacht haben. Mittlerweile interessieren sich immer mehr Menschen für dieses vermeintlich profitable Geschäftsmodell. Vor allem Dropshipping mit chinesischen Händlern wie Aliexpress hat dem Geschäftsmodell zu großer Beliebtheit verholfen. Durch zahlreiche Apps und Softwares

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