PPC Marketing – Alles was du wissen musst!

Clemens
3. Februar 2019

Einleitung

PPC Marketing ist seit Jahren einer der bekanntesten Marketing Arten im Online Marketing und erfreut sich großer Beliebtheit. Hier ist alles was zum Thema PPC Marketing wissen müssen.

Was ist PPC Marketing? Definition

PPC steht für kurz für Pay Per Click. Übersetzt bedeutet das Bezahlung pro Klick. Dementsprechend bezahlt man bei PPC Marketing pro Klick. Die Klickpreise sind stark abhängig von Konkurrenz und Suchvolumen sowie der jeweiligen Plattform die man für PPC Kampagnen nutzt.

Konkret benutzt man PPC Marketing für das Bewerbung von gewissen Produkten oder Dienstleistungen. Meistens beziehen sich diese Werbenanzeigen auf gewisse Keywords und werden bei dementsprechend angezeigt.

Die Einsatzbereiche sowie die Plattformen die man für PPC Marketing nutzen kann sind sehr unterschiedlich. Anschließend ein kleiner Überblick über die Einsatzgebiete sowie praktische Beispiele.

Vorteile von PPC Marketing

PPC Marketing bietet viele Vorteile wenn man es gezielt nutzt und etwas Know How mitbringt. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick.

Conversion Rate

In der Regel kann man mit PPC Kampagnen eine sehr hohe Conversion Rate erzielen.Vor allem bei Google Search Network Ads und Amazon machen PPC besonders viel Sinn bzw. kann man hohe CRs erzielen. Das liegt daran, dass die potentiellen Kunden ohnehin von sich aus mit gewissen Keywords nach Dienstleistungen bzw. Produkten suchen. Die Kaufintention ist hier schon gegeben.

Dementsprechend konvertieren Anzeigen die genau das liefern wonach der potentielle Kunde sucht ausgesprochen gut.

Kontrolle

Bei den meisten PPC Kampagnen hat man im Vergleich zu anderen Marketing Formen (z.B Influencer Marketing oder Facebook Awareness Kampagnen) wesentlich mehr Kontrolle. Man den maximalen Cost Per Click mittels BID festlegen und somit unnötig hohe Kosten im vorhin ein vermeiden. Zudem bezahlt man genau für das was man möchte, den Klick. Somit ist

Flexibilität

PPC Kampagnen bieten sehr hohe Flexibilität. Man kann sie an und abschalten wann man möchte. Vor allem bei Google lassen sich sehr einfach gewisse Tageszeiten festlegen an denen die Anzeigen geschaltet werden sollen. Somit ist man äußerst Flexibel was Budget und die Schaltung der Kampagnen betrifft.

Plattformen für PPC Marketing

Es gibt viele Plattformen die sich für PPC Marketing eignen und deshalb ist das Einsatzgebiet auch ausgesprochen vielfältig. PPC Marketing sollte deshalb immer differenziert betrachtet werden, da es neben den großen offensichtlichen Plattformen auch sehr spezielle und spezifische wie z.B LinkedIn gibt. Dazu später jedoch mehr. Hier die wichtigsten und bekanntesten Plattformen für PPC Marketing im Überblick.

Google

Die wohl bekannteste Plattform für PPC Ads ist definitiv Google. Der Internetriese hat seit Jahren den höchsten Marktanteil und das wird sich in Zukunft auch kaum ändern. Das Einsatzgebiet bzw. die Möglichkeiten mit Google allein sind schon so vielfältig, dass es ein Expertengebiet für sich ist. Hier ein paar interessante Fakten um zu verdeutlichen wie wichtig bzw. mächtig Google ist:

  • Google erhält über 71% aller Suchanfragen im Internet
  • Google besitzt das größte Display Advertising Network
  • Google Display Campaigns erreichen über 80% der Internet Benutzer

Es ist steht außer Frage, dass Google mitunter die mächtigste Plattform ist wenn es um Online Werbung vor allem im Bezug auf PPC geht. Hier die drei Hauptbereiche in denen sich Google PPC Ads aufteilen.

Search Network Ads

Der Klassiker sind Search Network Ads. Diese Ads kennen die meisten bereits und sind schlichtweg die Anzeigen die man bekommt wenn man nach einem Produkt bzw. einer Dienstleistung auf Google sucht. Diese Form von Werbung ist der Klassiker von PPC Marketing. Ein Kunde sucht nach etwas und erhält direkt zu dem entsprechenden Keyword passen Werbeanzeigen die dann pro Klick bezahlt werden. Hier ein Beispiel für das Keyword „Proteinpulver“.

Google Search Network Ads

Die ersten Ergebnisse welche mit Bilder dargestellt werden sind Google Shopping Ads. Sie zeigen die Produkte direkt und der Kunde sieht schon was ihn erwartet. Anschließend folgen die Standard Anzeigen in den Suchergebnissen. Allen voran Foodspring, einer der bekanntesten und am schnellsten wachsenden Marken im Bereich Sportnahrung.

Das Prinzip ist denkbar simpel aber effektiv. Jemand sucht nach einem Produkt und kommt direkt zum Produkt oder Hersteller solcher Produkte.

Display Ads

In Kombination zu den klassischen Search Network Ads werden oftmals Display Ads eingesetzt. Auch sie werden pro Klick abgerechnet und eignen sich besonders gut wenn es um Retargeting Kampagnen aller Art geht. Meistens erhält man solche Anzeigen wenn man bereits auf der Hauptseite war. Einige Minuten oder Stunden später bekommt man dann diese Anzeigen auf anderen Websiten zu sehen. Diese müssen ein gar nichts mit der Hauptseite zu tun haben, sie sind lediglich Display Ads Partner und erlauben Google Werbung auf deren Seite zu schalten.

Google Display Ads

In diesem Beispiel haben wir notino.at besucht um ein Parfum zu kaufen. Da wir unsicher waren und nicht kauften verließen wir die Seite. Einige Minuten später wollten wir uns über die neuesten  DSLR Kamera Modelle auf Chip informieren. Zack! schon bekommen wir ersten Retargeting Display Ads von Notino. In diesem Fall waren diese besonders gut ausgearbeitet weil es genau die Düfte waren die wir uns zuvor angesehen haben.

Sie können das gerne selbst ausprobieren und beobachten. Nahezu alle großen Online Shops setzen auf derartige Retargeting Kampagnen. Bezahlt wir auch hier erst wenn wir darauf klicken. Zusätzlich verdient Chip natürlich auch daran, da sie auf Google Partner sind die Werbefläche zur Verfügung stellen.

YouTube Ads

Auch wenn es viele noch immer nicht wissen YouTube ist ein Tochterunternehmen von Google. Alle Werbeanzeigen die man auf YouTube bekommt werden im Google Ads Backend erstellt. Auch diese sind wieder PPC Kampagnen und es wird nach Kick abgerechnet.

Hier gibt es auch wieder unzählige Variationen angefangen von gesponserten Videos vor anderen Videos über Pop Ups in anderenVideos bis hin zu Anzeigen die man in der YouTube Suche angezeigt bekommt. Alle Möglichkeiten vorzustellen würde den Rahmen des Artikels sprengen aber hier ein Beispiel für eine klassische Pre Video Ad.

YouTube Video Ad

Wix ist ein Anbieter für ein Website Baukasten System und steht in starker Konkurrenz mit dem größten Anbieter nämlich WordPress. Sobald man nach WordPress Tutorials gesucht hat bekam man direkt Ads von Wix welche auf die Vorteile von deren System hingewiesen haben. Mittlerweile wurde die Kampagne wieder deaktiviert aber die meisten können Wix bereits aufgrund deren penetrantem Marketing auftreten auf YouTube. Das interessant daran ist, dass man die ersten 4 Sekunden der Werbenanzeige nicht skippen kann und man diese ansehen muss. Gleichzeitig zahlt Wix erst nachdem ein Klick generiert wurde. Sehr schlau um die Brand Awareness mit wenig Budget zu stärken.

Amazon

Amazon ist die #1 Plattform wenn es um das Verkaufen von Produkten geht und bietet ein sehr einfaches aber effektives PPC Tool an. Das ist insofern interessant, da mittlerweile 4-5x mehr Produktsuchanfragen über Amazon gestellt werden als Google. Oben hatten wir bereits das Beispiel mit den Protein Pulvern auf Google. Jedoch ist das Suchvolumen auf Amazon sogar noch höher. Somit hat man die Möglichkeit noch mehr Kunden über Amazon zu bekommen als bei Google.

Was ist nun besser?

Tja das muss man individuell testen und hängt auch stark vom Produkt ab. Manchmal ist der CPC (Cost per Click) bei Google günstiger und dann wieder bei Amazon. Natürlich sollte man die Rechnung auch andere Faktoren wie die CR (Conversion Rate) miteinbeziehen. In den meisten Fällen ist diese bei Produkten auf Amazon höher, da Amazon bereits ein vertrautes und sicheres Unternehmen ist.

Deshalb gilt wieder der selbe Grundsatz wie in allen anderen Bereich Online Marketing Praktiken: TESTEN, TESTEN und nochmals TESTEN!

Die Umsetzung ist der Kampagne ist denkbar einfach man erstellt einfach eine Kampagne, wählt das Budget pro Tag und pro Klick, wählt gewisse Keywords aus und die entsprechenden Produkte die angezeigt werden sollen. Voilà man hat eine PPC Kampagne auf Amazon erstellt.[/vc_column_text][vc_column_text]

Pinterest

Pinterest ist eine weitere Plattform die sich sehr gut für PPC Marketing eignet. Man kann gewisse Pins sponsoren und deren Reichweite gezielt erhöhen. Man sollte sich seiner Zielgruppe definitiv bewusst sein denn Pinterest ist im Vergleich zu Google und Amazon sehr „nischig“. Das bedeutet, dass die Zielgruppe vergleichsweise eingeschränkt ist. Auf Pinterest befinden sich hauptsächlich Frauen

LinkedIn

LinkedIn PPC Anzeigen eignen sich ideal um Jobangebot auszuschreiben. Diese Plattform ist vor allem für Headhunter und Recruiter besonders interessant. Hier lassen sich gewissse Berufsgruppe herausfiltern und als Zeilgruppe für gewisse Ads festlegen. Die Kosten pro Click sind entsprechend hoch aber dafür kann man sehr gezielte Anzeigen schalten.

Beispiele

Um das Ganze noch verständlicher zu machen hier ein paar Beispiel die PPC Marketing praktisch veranschaulichen. PPC Marketing ist besonders vielfältig und kann für Produkte und Dienstleistungen aller Art eingesetzt werden. Hier ein paar klassische Beispiele im Überblick:

Malerbetrieb

Ein klassischer Dienstleister welcher sein Geschäft mittels PPC Marketing vermarkten könnte wäre ein Malerbetrieb. Durch gezielte PPC Kampagnen auf Google kann man direkt Kunden auf die Seite bringen. Vor allem lokale oder regionale PPC Kampagnen machen hierbei viel Sinn. Zum Beispiel können folgende Keywords eingesetzt werden „Maler Wien“ oder „Malerbetrieb Wien“.

PPC Google AdsDie Suchanfrage bzw. Suchintention ist ganz klar, ein Malerbetrieb wird in Wien gesucht. In diesem Fall macht es Sinn mittels PPC auf Google zu arbeiten, da solche Keywords ein hohes Suchvolumen haben und die Intention dahinter ganz eindeutig ist. Suchanfragen die geschäftlicher Natur sind bzw. hinter denen eine Kaufintention steht eignen sich bestens für PPC Kampagnen auf Google.

Sportnahrung

Ein weiteres sehr gutes Beispiel für PPC Kampagnen wäre Sportnahrung wie z.B Proteinpulver. Auch hier gibt es einige Keywords mit hohem Suchvolumen und klarer Kaufintention. Diese lassen sich vor allem auf zwei Plattformen sehr gut bewerben.

Amazon – Die größte Produktsuchmaschine der Welt ist die erste Wahl für PPC Marketing für Konsum Produkte wie Sportnahrung (konkret Proteinpulver). Neueste Studien konnten wie oben schon beschrieben zeigen, dass potentielle Käufer zuerst auf Amazon suchen wenn sie konkrete Produkte suchen. Der Ablauf ist hier vergleichsweise recht simpel. Man erstellt eine Kampagne (z.B Kampagne Proteinpulver) wählt gewisse Keywords aus (wie z.B „Proteinpulver“, „Whey Proteinpulver“ etc) und wählt die entsprechenden Produkte aus. Das Ergebnis sieht dann beispielsweise so aus.

PPC Marketing Amazon

Die ersten beide Beiträge sind gesponsert und erscheinen wenn man auf Amazon „Proteinpulver“ eingibt. Für unerfahrene Kunden ist das nicht ersichtlich aber wenn man genauer hinsieht erkennt man doch die kleine Schrift „gesponsert“. So könnte eine klassische PPC Kampagne auf Amazon aussehen.

Zusammenfassung

PPC Marketing ist ein unglaublich effektives Tool mit einer Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten um Produkte und Dienstleistungen aller Art zu bewerben. Es gibt die unterschiedlichsten Praktiken und Plattformen um effektives PPC Marketing betreiben zu können. Wichtig ist dabei, dass man immer seine Zielgruppe kennt und entsprechend die richtigen Plattformen auswählt. Zudem sollte man soviel testen wie nur möglich.

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