Retargeting mit Google, Facebook und Co – Der ultimative Guide

Clemens
4. Februar 2019

Einleitung

Retargeting ist einer der effektivsten Methoden des Online Marketings um mehr Umsätze zu erzielen. Vor allem durch die zahlreichen Tracking Methoden kann man mittlerweile jeden Schritt der potentiellen Kunden verfolgen und diese anschließend retargeten. Doch was genau ist Retargeting?

In diesem Artikel erfahren Sie alles was Sie zum Thema Retargeting wissen müssen. Zudem erklären wir Ihnen wie sie effektives Retargeting Facebook & Google betreiben um mehr Verkäufe zu erzielen.

Was ist Retargeting?

Retargeting ist nichts anderes als Kunden die bereits in Kontakt mit einer Brand waren wieder auf diese mittels Werbekampagnen aufmerksam zu machen. Dieser Kontakt findet muss nicht unbedingt direkt auf der Website dieser Brand sein sondern kann auch auf anderen Kanälen wie zum Beispiel Facebook, Instagram & YouTube stattfinden.

Bevor man Retargeting (Wiederbewerbung) betreibt muss man zuerst die Kunden tracken bzw. mittels Apps deren Verhalten aufzeichnen. Diese Daten werden mittels dieser Apps und Softwares gespeichert. Anschließend kann man diese Daten auswerten und eigne Zielgruppen erstellen. Man kann jeden Like, Kommentare, Video Aufruf und Websiten Besuch etc. speichern wenn man die entsprechende Software und das Einverständnis der Kunden hat.

Nachdem man dies Daten erfasst und Zielgruppen nach gewissen Kriterien erstellt hat kann diese mit neuen Werbeanzeigen retargeten. Dieser Prozess nennt sich Retargeting. Man zeigt potentiellen Kunden die bereits mit der Brand in Kontakt waren und deren Daten erfasst wurden erneut Werbeanzeigen (Retargeting).

Hier eine Simple Grafik die Retargeting vereinfacht anhand eines Website Besuches darstellt. Wie oben schon erwähnt muss der erste Kontakt mit der Brand aber nicht direkt die Website sein. Man kann auch auf anderen Plattformen Daten erfassen und diese zum Retargeting nutzen.

retargeting grafik

Vorteile von Retargeting

Retargeting ist im Vergleich zu anderen Kampagnen mit Abstand das effektivste Tool um Kunden zu gewinnen. Die Kampagnen zeichnen sich durch die höchsten Conversion Rates und AOV (Average Order Value). Daraus ergeben sich äußerst niedrige Kosten und der CPA bzw. CPP ist auch vergleichsweise viel niedriger.

Wer ernsthaftes und professionelles Marketing betreiben möchte kommt somit nicht am Retargeting vorbei. Es ist ein äußerst mächtiges Tool welches man unbedingt beherrschen sollte. Auch wenn es etwas technische sowie strategische Raffinesse erfordert sollte man sich die Zeit nehmen und sich mit der Thematik auseinandersetzen. Egal welches Produkt oder Dienstleistung man verkauft.

Warum funktioniert es so gut?

Doch warum funktioniert Retargeting und warum legen so viele Online Marketer wert darauf? Die Antwort liegt in der Werbepsychologie bzw. Grundpsychologie des Menschen. Hierfür müssen wir zum vollen Verständnis mit ein paar wenigen Sätzen weiter ausholen. Das folgende Prinzip ist von fundamentaler Bedeutung wenn es um den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen geht.

Vertrauen bildet die Basis

Wenn man Produkte und Dienstleistungen unterschiedlichster Art verkaufen möchte gibt es einen wichtigen Grundaspekt den man immer beachten sollte und das ist Vertrauen. Erst wenn der Kunde dem Verkäufer und dem Produkt vertraut wird er kaufen. Das Produkt kann noch so brillant sein, wenn der Kunden nicht das nötige Vertrauen darin hat wird er nicht kaufen – egal was passiert. Deshalb ist es von Grundlegender Bedeutung Vertrauen aufzubauen bevor man etwas verkaufen möchte.

Doch wie baut man Vertrauen auf bzw. man das Vertrauen eines Menschen?

Aus psychologischer Sicht gibt es viele verschiedene Aspekte die dazu beitragen, dass ein Menschen Vertrauen empfindet.

Alle zu nennen würde den Rahmen des Artikels sprengen aber einer der wichtigsten ist: Zeit. Man gewinnt Vertrauen in dem Zeit mit einem Menschen verbringt. Aus evolutionärer Sicht wäre es fatal wenn wir alles und jedem beim ersten Aufeinandertreffen vertrauen würden. Deshalb ist es wichtig über einen längeren Zeitraum vertrauen aufzubauen.

Dazu kommt noch der Faktor Frequenz. Wenn man über einen längeren Zeitraum mit regelmäßiger Frequenz mit jemandem Zeit verbringt oder gewissen Situationen/Produkten/Dingen konfrontiert wird beginnt man automatisch Vertrauen aufzubauen. Das ist ein völlig natürlicher und vor allem unterbewusster Prozess des menschlichen Gehirns.

Ein Beispiel: Coca Cola ist eines der ungesündesten Getränke überhaupt. Es ist voll mit Zucker, Farb- & Aromastoffen sowie künstlichen Geschmacksverstärkern. Dennoch ist es ganz normal, dass man dieses Getränk im fast jedem Restaurant bekommt. Die Marke ist einfach so präsent gewesen und das über Jahrzehnte, dass sich niemand mehr Gedanken darüber macht bzw. das Getränk ernsthaft hinterfragt. Es herrscht ein gewisses Grundvertrauen in die Marke obwohl das Produkt absolut schlecht und ungesund ist. Das gleiche gilt unter anderem für Red Bull, Burger King usvm..

7 Touch Rule

Sie werden sich jetzt bestimmt fragen was das mit Retargeting zu tun. Aber genau das ist Retargeting. Konstant in Kontakt mit dem potentiellen Käufer sein und diesem das Produkt stetig auf neue Art und Weise schmackhaft zu machen. Somit bauen Sie unterbewusst Vertrauen auf und können den Kunden für sich gewinnen und genau das ist notwendig.

Erwarten Sie nicht, dass jemand das Produkt bzw. die Dienstleistung sofort kauft nur weil dieses bzw. diese ausgesprochen gut ist. Es Bedarf wie oben beschrieben Vertrauen. Vertrauen ist mitunter das Resultat aus stetigem / regelmäßigem Kontakt mit dem potentiellen Kunden über einen längeren Zeitraum.

Dazu gibt es sogar zahlreiche Statistiken auf die man sich stützen kann. Hierbei handelt es sich um konkrete Zahlen die man nach Auswertung dieser Statistiken erhält. Die magische Zahl um die es geht ist 7. Im Schnitt ist es notwendig mit einem Kunden mindestens 7 mal in Kontakt zu treten bevor dieser kauft. Das war mitunter der wichtigste Satz des ganzen Artikels und wird die Art und Weise Ihres Marketing komplett verändern Sie ihn noch nicht gehört haben. Ein Beispiel wie dieser Verlauf von 7 Touches stattfinden kann.

  1. Potentieller Kunde kommt aufgrund einer Google Suche auf die Website (z.B Zeitgeist Marketing)
  2. Potentieller Kunde bekommt Facebook Ad von Zeitgeist Marketing für Gratis E-Book (z.B TOP 10 SEO Tipps 2019)
  3. Potentieller bekommt E-Mail mit E-Book und weiteren Infos
  4. Potentieller Kunde sucht auf YouTube & Instagram nach weiteren Tipps der Brand
  5. Potentieller Kunde bekommt erneut E-Mail oder sogar Messenger Nachrichten relevanten Tricks & Tipps
  6. Potentieller Kunde erhält Facebook Ad für kostenlos Beratung und schließt diese ab
  7. Potentieller Kunde profitiert von den ganzen kostenlosen Informationen und entscheidet sich für den Kauf (z.B Komplette SEO Beratung)

Dies war nur ein Beispiel wie ein Kunde zu uns kommen könnte. Natürlich funktioniert für Produkte und Dienstleistungen aller Art unabhängig von der Branche. Zudem können sich die Medien unterscheiden (Facebook, Google, TV, Instagram, Newspaper Article uvm.) über die man mit den Kunden in Kontakt tritt. Online Medien sind jedoch wesentlich kosteneffizienter und genauer da man die Daten besser tracken kann.

Wer dieses Prinzip kennt wird sehr leicht verstehen können warum Retargeting so gut funktioniert. Es erlaubt nämlich das Prinzip „Law of 7 Touches“ vollkommen auszuschöpfen und zu nutzen. Danach geht die Reise (Customer Journey) natürlich immer weiter.

Retargeting mit Facebook

Facebook hat sich in den letzten Jahren zu einer der größten Werbeplattformen der Welt entwickelt. Die Werbeanzeigen sind auch die Haupteinnahmequelle von Facebook und finanzieren das Unternehmen. Da mittlerweile über 2 Mrd. Nutzer registriert deckt Facebook ein breites Spektrum an Menschen ab. Somit lohnt es sich definitiv Retargeting Kampagnen über Facebook laufen zu lassen. Hier die wichtigsten Schritte im Überblick die notwendig sind um Retargeting über Facebook laufen zu lassen.

Business Manager, Ad Account & Pixel

Um überhaupt starten zu können ist es notwendig einen Business Manager Account unter business.facebook.com anzulegen. Anschließend hat man die Möglichkeit verschieden Werbekonten zu erstellen. Für jedes zu bewerbende Geschäft (Website, Online Shop o.Ä) sollte man ein eigenes Werbekonto einrichten. Anschließend kann man den Pixel erstellen.

Der Facebook Pixel ist der wichtigste Punkt den durch ihn erfolgt die Datenerfassung. Wenn dieser nicht richtig funktioniert können wir die Daten nicht korrekt erfassen und das Retargeting ist nicht möglich. Der Pixel kann aber erst eingerichtet werden wenn man bereits einen Business Manager und ein entsprechendes Werbekonto besitzt.

Facebook Pixel

Die gesamte Datenerfassung erfolgt somit über den Pixel welcher in den Header der entsprechenden Website integriert werden muss. Bei WordPress gibt es eigene Plugins dafür wie den Facebook Pixel Caffeine. Sobald dieser installiert ist kann man beginnen Daten zu sammeln und entsprechende Zielgruppen aufzubauen.

Custom Audience Erstellen

Nachdem der Pixel genug Daten sammeln konnte (Mindestens 100 Visitors) kann man beginnen Custom Audiences zu erstellen. Das ist der zweite Schritt bevor den man tätigen muss bevor man die Retargeting Kampagnen startet. Diese findet man im jeweiligen Ad Account unter Assets > Audiences.

facebook custom audiences

Anschließend findet man seine Zielgruppen. Falls man noch keine hat ist es an der Zeit ein zu erstellen. Dafür müssen wir einfach auf den obersten Punkt „Custom Audience erstellen“ klicken.

create custom audience

Nun öffnet sich ein Feld mit mehreren Optionen. Nun können wir die auswählen die wir Retargeten wollen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten die alle einzelne Vor- & Nachteile bzw. gewisse Eigenschaften haben.

Webiste Traffic – Dieser Punkt sollte logisch sein. Wir können eigene Zielgruppe erstellen und diese nach gewissen Aktionen filtern. Beispielsweise alle User die bereits auf unserer Website waren innerhalb der letzten XY Anzahl an Tagen. Somit erfassen wir alle User die bereits auf unsere Website waren. Diese Audience können wir aber mit gewissen Actions einengen. Zum Beispiel Audience erstellen aus: User die schon auf Produkte in den Warenkorb gelegt haben. Somit erhalten wir User die bereits Produkte angesehen und in den Warenkorb gelegt haben. Die restlichen Möglichkeiten basieren auf dem selben Prinzip. Der Unterschied liegt daran, dass die Audience kleiner wird je mehr Filter wir in den Prozess einbinden. (Filter = Event z.B Add to Cart oder Initiate Checkout oder Purchase).

Engagement – Andererseits können wir auch Audiences basierend auf Engagement bilden. Das bedeutet konkret User die bereits mit uns auf Facebook oder Instagram interagiert haben. Das ist äußerst praktisch den somit können wir aus unseren organischen Beiträgen eine eigene Zielgruppe bilden.

Dazu zählen auch Video Views. Wir können beispielsweise auch eine Zielgruppe aus Usern erstellen die 25%, 50% oder 90% eines gewissen Videos angesehen haben. Das ist besonders interessant bei Werbevideos. Denn wenn ein User +90% des Werbevideos bereits gesehen hat ist die Wahrscheinlich hoch, dass er am Produkt interessiert ist.

Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten aber in den meisten Fällen wird man Retargeting Audiences basierend auf Traffic und Engagement am meisten Erfolg haben. Außer man ist natürlich im App Bereich tätig. Dafür hat Facebook ein eigenes App Feature zu bieten.

Werbekampagne Erstellen

Nun geht es daran eine Werbekampagne zu erstellen. Denn die Audience wurde bereits erstellt und jetzt gilt es diese auch zu verwenden.

Der wichtigste Punkt ist gleich von Beginn weg fest zu legen. Welche Art von Kampagne möchte man schalten. Hier empfiehlt es sich in den meisten Fällen „Reach oder Reichweite“ zu wählen. Das liegt daran, dass liegt daran das wir so den geringsten CPM erzielen können. Wir erreichen somit alle User in der Audience zum geringsten Preis.

Campaign Objektive[/vc_column_text][vc_column_text]Wenn wir Conversion optimierte Kampagnen wählen kann es sogar sein, dass Facebook die Anzeige oder sogar den Werbeaccount sperrt. Das kann sehr schnell passieren, deshalb gilt hier Vorsicht. Wie oben schon erwähnt eignen sich Reichweite meistens am besten.

Anschließend wählt man die entsprechende Custom Audience aus die man zuvor gewählt hat aus.

Facebook Custom Audience
Die restlichen Einstellungen bleiben „Blank“ außer man möchte die Einstellungen weiter eingrenzen und Mobile von Desktop trennen oder Männer von Frauen.

Extra Tipp: Retargeting funktioniert wesentlich besser auf Desktop da die meisten User die am PC sitzen mehr Zeit haben als am Handy. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf oder die gewünschte Conversion. Wenn man jedoch Instagram User miteinbinden möchte sollte man sicherstellen, dass man nur mobile Geräte die mit Wifi verbunden sind retargetet. Somit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich diese zu Hause oder auf der Uni/Arbeit befinden und Zeit haben einen Kauf o.Ä zu tätigen.

Die Frequenz ist auch ein wichtiger Faktor den man beachten sollte. Diese kann locker 7 mal in 7 Tagen betragen. Somit stellt man sicher, dass die Anzeige im Schnitt einmal täglich an den entsprechenden Kunden ausgeliefert wird. Somit ist es unmöglich die Anzeige auf Dauer zu übersehen bzw. zu ignorieren.

Facebook Retargeting Frequenz

Das Budget hängt selbstverständlich von der Größe der Audience ab. Immerhin nutzt es nichts wenn man 20€ / Tag wählt, der CPM bei 5 liegt und man nur 500 User im Retargeting hat. Dann erreicht man mit 2.50€ schon seit Tagesziel. Im diesem Fall wird Facebook einfach die Anzeige nicht mehr ausliefern da die täglichen Impressionen pro User sonst zu hoch wären.

Nun zum Ad Creative – Das Retargeting sollte natürlich so aufgebaut sein, dass die gesamte Anzeige für die entsprechende Audience Sinn ergibt. Das ist auch der Grund weshalb man verschiedene Audiences erstellt und diese auch von einander trennt. Hier ein paar Beispiel die dem besseren Verständnis dienen:

Eine Zielgruppe die bereits kurz vor dem Kauf war (Initiate Checkout) kann man sehr leicht mit kleinen Codes oder Angeboten wie „Free Shipping Today“ oder „We are almost out of Stock!“ abholen. Sie standen bereits kurz vor dem Kauf und es fehlt nicht mehr viel diese zu überzeugen. Somit reicht ein kleiner Anreiz bzw. ein kleines Zuckerl aus um sie zurück zum Kaufabschluss zu bringen.

Audiences die nur die Website besucht haben oder nur mit einem Beitrag interagiert haben sind wesentlich weiter vom Kauf entfernt. Somit sollte die Werbeanzeige anders aufgebaut werden. Im Idealfall muss man hier noch mehr Überzeugungsarbeit leisten. Wir könnten beispielsweise eine Werbenanzeige mit dem Titel „10 Gründe warum SEO Ihren Umsatz im Jahr 2019 vervielfachen könnte…“ schalten. Die Aufgabe ist den konnten noch etwas aufzuwärmen und noch mehr Überzeugunsarbeit zu leisten.

Wenn man bereits Käufer in der Audience hat könnte man wiederum auf neue Produkte oder potentielle Upsales im Discount aufmerksam machen. Wenn jemand bereits Produkt X gekauft hat kann man die Extention zu Produkt um -50% im Upsell anbieten. Das funktioniert besonders gut bei Produkten die erweiterbar oder kombinierbar sind. (z.B Traingshose + Trainingstasche oder Smartphone + Case).

Das Ad Creative sollte IMMER auf die Audience abgestimmt werden wenn man höchstmögliche CRs erzielen möchte.

Retargeting mit Google (Ads / Adwords)

Das selbe Prinzip lässt sich auch bei Google Adwords anwenden. Grundsätzlich benötigt man hier Google Analytics samt Tracking Code. Dieser muss genauso wie der Facebook Pixel korrekt in den Header der entsprechenden Website eingebaut werden. Als zweites benötigt man logischerweise Google Ads (früher Adwords).

Man kann anschließend genauso Custom Audiences erstellen und diese nach gewissen Filtern zuordnen. Hierzu muss man einfach den Audience Manager in Google Ads öffnen. Diesen findet man unter Einstellungen. (Werkzeugsymbol)

google ads audience manager

Unter dem Punkt „Remarketing“ lassen sich bereits die ersten Audiences erstellen basierend auf den Daten die bereits mit Google Analytics gesammelt wurden. Tracken kann man User die bereits auf der Website waren, sich Videos auf YouTube ansahen, Apps genutzt haben oder Käufe in irgendeiner Art und Weise getätigt haben. Aus diesen kann man anschließend eine Custom Audience bilden.

google ads remarketing audience

Das Prinzip ist auch hier wieder sehr simpel und verständlich. Mal wählt die gewünschte Zielgruppe aus und erstellt anhand von dessen eine Custom Audience. Auch hier lassen sich wieder zeitliche Filter etc. anwenden.

Anschließend kann man beim Erstellen einer neuen Kampagne wieder das Ziel festlegen. Auch hier empfehlen wir wieder Reach & Brand Awareness als Ziel zu wählen.

google ads brand awareness campaign
Anschließend kann man im Adset bzw. der Anzeigegruppe die zuvor erstellte Audience auswählen, genau wie bei Facebook. Zusätzlich können noch geografische oder demografische Einschränkungen vorgenommen werden.

Letztendlich sollte das Ad Creative auch wieder zur entsprechenden Audience passen und die entsprechende Message bzw. Aussage beinhalten die zu dieser passt. Im Retargeting steigt die Conversion Rate je genauer und differenzierter man arbeitet. Deshalb lohnt es sich verschiedene Kampagnen für verschiedene Zielgruppen zu bauen. Egal ob Facebook oder Google.

Retargeting Funnel

Das gesamte Retargeting sollte idealerweise wie ein Funnel aufgebaut werden. Je nachdem in welchem Abschnitt der Customer Journey der Kunde sich befindet sollte er wie oben schon erklärt entsprechend anders behandelt werden. Wenn man das als System betrachtet und strategisch betreibt spricht man von Funneling. Wenn man die Kunst des Funnelings beherrscht wird man enormen Erfolg im Online Marketing haben. Denn ein Funnel ist die effektivste Art einen Kunden zu „konvertieren“.

Kombination aus mehreren Plattformen

Man kann nicht nur die Zielgruppen segmentieren und unterteilen sondern auch entsprechend die Plattform variieren mit der man das Retargeting betreibt. Beispielsweise könnte Kunden die man durch SEO auf die Seite bringt sehr leicht mittels Facebook Retargeting Ads wieder auf die Seite gebracht werden. Gleichzeitig könnte man diese dann im nächsten Schritt auch mit einer YouTube Video Ad wieder abholen.

Beispiele aus der Praxis

Einer der meister was Funneling und das nutzen verschiedener Kanäle betrifft ist Tai Lopez. Wenn man einmal auf seiner Seite war oder mit seinen Beiträgen auf Social Media interagiert hat entkommt man dem Funnel nicht mehr und wird durchs ganze Internet verfolgt. Das ist kein Scherz. Er ist nicht umsonst einer der besten Online Marketer der Welt.

Ein weiteres Beispiel ist Alex Becker. Ein Serial Entrepreneur der auch aus den USA kommt ist ein Meister im Bau von Funnels. Er versteht es potentielle Kunden auf unterschiedlichste Art und Weise zu sich zu holen und zum Kauf zu animieren.

Es lohnt sich deren Websiten anzusehen und sich im E-Mail OptIn anzumelden. Dadurch befindet man sich direkt im Funnel und kann einiges lernen und auch kopieren. Denn wenn man sollte immer von den besten lernen und die neuesten Tricks anwenden. Wenn es bei Alex Becker oder Tai Lopez funktioniert ist die wahrscheinlich hoch, dass das System tausendfach getestet wurde und mit Sicherheit funktioniert.

Extra Tipp: Neil Patel (Eine der besten SEOs und Funnel Experten)

Zusammenfassung

Retargeting ist ein unglaublich effektives Tool wenn es darum geht das Maximum aus seinem Online Marketing rauszuholen. Es ist einer der wichtigsten Prinzipien die man unbedingt kennen sollte. Erfahre Marketer wissen, dass das meiste Geld im Retargeting steckt und legen deshalb besonders viel Wert darauf.

Der Grund aus dem Retargeting so gut funktioniert sind verkaufspsychologische Prinzipien auf denen es basiert. Durch Retargeting baut man Vertrauen mit dem Kunden auf und das ist mitunter einer der wichtigsten Aspekte wenn es um das vermarkten von Produkten geht.

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und man kann Retargeting auf unterschiedlichste Art und Weise betreiben. Es gibt so viele technische Möglichkeiten sowie Plattformen die man dafür nutzen kann und sollte. Man sollte jedoch darauf achten, dass diese Medien auch zur Zielgruppe passen um bestmögliche Ergebnisse erzielen zu können.

Am einfachsten und effektivsten sind grundsätzlich die Klassiker Facebook (inkl. Instagram) und Google (inkl. YouTube) da beide Plattformen schon sehr ausgereift sind und man sehr gutes Retargeting betreiben kann. Zudem decken beide gemeinsam einen Großteil der Menschheit ab und man kann findet nahezu alle Zielgruppen auf diesen Plattformen.

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