Shadowban – Vermeiden, Test und Lösung im Überblick

Clemens
4. Februar 2019

Einleitung

Seit mittlerweile gut zwei Jahren geht das Gerücht herum, dass Instagram heimlich Accounts Shadow Banned. Zahlreiche Blogger und Influencer wurden bereits betroffen und haben sich ausgiebig über die Praktiken des sozialen Netzwerkes beschwert. Doch was genau ist der Shadowban auf Instagram und wie weiß man ob man betroffen ist?

Wir klären auf und sagen Ihnen alles was Sie über den Shadowban auf Instagram wissen müssen, wie sie das Problem lösen und präventiv verhindern.

Was ist ein Shadowban auf Instagram?

Shadowban bedeutet konkret die Einschränkung der Reichweite auf Instagram ohne, dass man darüber informiert wird. Im Gegensatz zum klassischen Ban bei dem Instagram dem Account offensichtlicher weise sperrt wird beim Shadowban einfach die Reichweite eingeschränkt. Man kann den Instagram Account weiterhin ganz normal benutzen, jedoch erreichen die Postings oftmals viel weniger Leute.

Anfangs mag man sich wundern woran das liegt und zweifelt an der Qualität der Bilder. Doch oftmals sehen die Follower die Bilder gar nicht mehr und entsprechend niedrig ist auch die Engagement Rate. Vor allem Blogger und Influencer die meistens primär von Instagram leben haben durch mit dem Shadow Banning zu kämpfen. Deshalb gilt es so früh wie möglich das Problem zu erkennen und lösen.

Instagram bannt nicht wahllos Accounts sondern straft diese gezielte für deren Verhalten halt. Deshalb ist es umso wichtiger sich aktiv mit dem Thema zu beschäftigen und die Ursachen zu kennen. Anschließend erklären wir wie man einen Shadowban erst gar nicht bekommt.

Shadowban Test

Hier ein kurzer Überblick zu den verschiedensten Shadow Ban Tests.

Wie erkennt man am besten einen Shadow Ban?

Oftmals liegt die Vermutung nahe, dass wenn man weniger Likes als üblich bekommt ein Shadowban aktiv ist. Wenn man eine niedrigere oder sinkende Engagement Rate über mehrere Tage bzw. Wochen hinweg erkennen kann ist es äußerst wahrscheinlich, dass man von einem Shadowban betroffen ist. Business Account zeigen eindeutig die Reichweite der jeweiligen Beiträge. Sind die Zahlen über einen längeren Zeitraum vergleichsweise niedrig ist das ein eindeutiges Indiz (sofern der Content weiterhin entsprechend gut ist und man keine gröberen Änderung am Feed oder Verhalten vorgenommen hat).

Es gibt aber auch einige Tests mit denen man den Account überprüfen lassen kann. Der bekannteste ist aktuell von Triberr. Hierzu muss man einfach seinen Instagram Namen eingeben und innerhalb weniger Sekunden erhält man das Ergebnis.

triberr shadowban test

Dieses Tool ist äußerst zuverlässig und analysiert sogar einzelne Posting genau. Das Ganze ist zudem auch noch kostenlos. Wer also verdacht hat, dass der Account gebannt wurde oder gewisse Beiträge nicht angezeigt werden kann mit diesem Tool testen ob man mit der Vermutung recht hat oder nicht.

Shadowban Fix bzw. Lösung

Warten – Wenn man sich bereits sicher ist, dass ein Shadow Ban vorliegt gibt es nicht wirklich viel was man machen kann. Instagram arbeitet daran stetig die Bans zu aktualisieren und entsprechen auch wieder aufzuheben. Demzufolge sollte man dem ganzen etwas Zeit geben und warten ob es von selbst wieder besser wird.

Fehler Analysieren –  Sollte man aber aufgrund der Missachtung der Nutzerrichtlinien gebannt worden sollte man etwaige Praktiken die dazu geführt haben sofort wieder einstellen. Auf diese werden wir anschließend noch genauer eingehen. Immerhin sperrt Instagram Nutzer nicht ohne Grund bzw. schränkt deren Reichweite ein. Man sollte auf jeden Fall sein Verhalten analysieren und etwaige Verstoße ausfindig machen.

In der Regel kann es mehrere Tage bzw. Wochen dauern bis Instagram den Shadow Ban wieder von selbst aufhebt. Bis dahin gilt es zu warten und sein Nutzerverhalten zu überdenken.

Instagram kontaktieren – Natürlich kann man auch Instagram versuchen zu kontaktieren und sie darauf hinweisen, dass der Ban nicht gerechtfertigt war und um eine Aufhebung bitten. Einen versuch ist es Wert aber vor allem bei kleineren Accounts ist das oftmals zwecklos, da Instagram mit der Vielzahl an Anfragen überfordert ist.

Ursachen kennen und Vermeiden

Shadowbanning ist keine wahllose Spßaktion von Instagram sondern eine gezielte Maßnahme die getroffen wurde um auf die Nutzerrichtlinien hinzuweisen. Mittlerweile hat Instagram schon so viele Nutzer und darunter gibt es auch immer mehr schwarze Schafe. Diese versuchen durch nicht erlaubte Praktiken mehr Follower zu gewinnen und die Reichweite zu erhöhen.

Genau das versucht Instagram zu verhindern. Das soziale Netzwerk verweist weiterhin auf die Nutzerrichtlinien und geht hart gegen Verstöße vor. Im Grunde genommen ist das vollkommen verständlich, denn Instagram will die Qualität der Plattform wahren und Growth Hacker sowie unseriöse Online Marketer davon abhalten sich einen Vorteil zu verschaffen.

Hier die wichtigsten Dinge bzw. Praktiken im Überblick die Instagram bestraft und abmahnt:

Follower und Likes Kaufen

Einer der bislang häufigsten und gleichzeitig dümmsten Praktiken ist das Kaufen von Follower und Likes. Es hat sich mittlerweile ein eigens Geschäftsmodell entwickelt auf das sich Firmen eigens darauf spezialisiert haben. Gegen Bezahlung erhält man Follower, Likes aber auch Kommentare und Video Views. Das lukrative Geschäft boomt und die Nachfrage ist hoch. Viele wissen nicht um die Risiken Bescheid und kaufen naiv ein. Dass das ziemlich dumm und absolut nicht nachhaltig ist wollen viele nicht wissen.

Darüber hinaus erkennt Instagram sofort woher das künstliche Engagement kommt. Als ob der Algorithmus nicht intelligent genug wäre um zu erkennen, wie es zu dem Anstieg an Likes etc. kommt. Entsprechend naiv ist es zu glauben, dass man damit langfristig Erfolg haben wird. Es ist immer nur eine Frage der Zeit bis Instagram dahinter kommt und kräftig abmahnt bzw. Shadow Banned.

Deshalb Finger weg von gekauftem Engagement und stattdessen lieber auf organischen Traffic vertrauen. Das ist wesentlich nachhaltiger und sieht auch wesentlich besser aus. Immerhin ist es etwas offensichtlich wenn man durch die Follower bzw. Likes geht und 90% davon kommen aus den Philippinen obwohl man einen deutschen Account hat.

Bot Aktivitäten

Ein weiteres Business Modell welches sich schon seit Jahren größter Beliebtheit erfreut sind Instagram Bots. Bot steht kurz für Roboter. Diese ermöglichen automatisierte Handlungen vorzunehmen um Aktivität vorzutäuschen. Wir alle haben nicht viel Zeit und schon gar nicht um auf Instagram Beiträge zu liken und kommentieren um auf uns Aufmerksam zu machen. Da kommen Bots gerade recht die uns das Leben erleichtern und automatisch mit anderen Nutzern interagieren um auf das eigene Profil aufmerksam zu machen.

Follow / Unfollow

Einer der häufigsten Praktiken ist der Follow/Unfollow Modus. Konkret folgt der Bot einer gewissen Anzahl an User die potentiell am eignen Account interessiert sein können und wartet für eine gewisse Zeit ab (1-3 Tage). Anschließend entfolgt (unfollow) er wieder allen Accounts. Das Ziel ist, dass die anderen Accounts uns zurück folgen und mit uns in Zukunft interagieren. Währenddessen entfolgt der Bot diesen Accounts automatisch wieder und sucht sich neue User. Das spielt geht wieder von vorne los.

Früher war das unglaublich effektiv und man konnte dadurch innerhalb kürzester Zeit viele Follower aufbauen. Doch Instagram hat diesen Trick längst durchschaut. Wer heute noch Follow/Unfollow im großen Stil betreibt wird schon bald mit einem Shadowban rechen müssen. Diese Praktik ist absolut OUT.

Likes & Kommentar

Gleichzeitig kann der Bot natürlich auch automatisierte Likes und Kommentare verteilen. Diese sind vergleichsweise weniger auffällig als das automatisierte folgen und entfolgen. Doch auch hier kommt Instagram mittlerweile immer besser zurecht und erkennt offensichtlich eingestellte automatisierte Softwares recht schnell. Das kann natürlich auch zu einem Shadow Ban führen.

TIPP: Gute Instagram Bots wie z.B Ingramer erlauben in den Einstellungen die Aktivität zu randomisieren. Somit wird ein echteres und organischeres Verhalten vorgetäuscht. Falls man wirklich automatisierte Likes & Kommentare auf verteilen möchte sollte man das beachten. Ingramer ist nicht nur deswegen sondern auch aufgrund der zahlreichen anderen Funktionen das mit Abstand beste Tool und auf Instagram schneller zu wachsen und mehr Reichweite zu bekommen.

Automatisierte DMs

Mittlerweile gibt es auch Softwares die Versendung von Nachrichten bei gewissen Triggern automatisieren. Wenn jemand beispielsweise einer Seite folgt kann das den Trigger lösen und der Bot verschickt sofort eine Direktnachricht (z.B Hey, ich habe gerade gesehen, dass du du mir folgst. Tolles Profil…). Auch das verstößt gegen die Nutzerrichtlinien von Instagram und sollte weitgehend vermieden werden.

Außerdem sind solche Nachrichten meistens derart offensichtlich, dass der andere User diese Praktik sofort erkennt und davon abgeschreckt wird.

Spam Allgemein

Jegliche Art von Spam (Likes, Kommentare, Follows, Unfollows etc..) auch wenn man ohne Bot arbeitet ist strengstens untersagt. Das gilt nicht nur für Instagram sondern für so ziemlich jedes größere soziales Netzwerk. Alle sind darauf spezialisiert Spam zu erkennen und diesen strafen.

Deshalb sollte man sich immer so natürlich und organisch wie möglich verhalten.

Hashtags und Tags

Hashtags und Tags aller Art (Geotags, Personentags etc.) sind besonders wichtig um mehr Reichweite zu bekommen. Deshalb sollte man bei jedem Post Tags verwenden. Damit erhöht man die Chancen unter die Top Posts gewisser Hashtags und Geotags zu kommen. Zudem hilft es Instagram den Account einzuordnen und entsprechend in der Explore Page der richtigen potentiellen Zielgruppe zu zeigen. Das sollte aber jedem bereits klar sein.

Was viele jedoch nicht wissen ist, dass man es auch übertreiben kann und genau durch diese Praktiken von Instagram gebannt werden kann. Konkret geht es um den übermäßigen Gebrauch von Hashtags, Geotags und anderen Tags um die Reichweite so stark wie möglich zu pushen. Instagram hasst übertriebenes User Verhalten und versteht sofort, dass es sich auch hier wieder um eine Art von Spam handelt.

Deshalb sollte man Hashtags und Tags aller Art nur gezielt und moderat verwenden. Hashtags in den Kommentaren zu verstecken kann (muss aber nicht) zu einem Shadow Ban führen. Es ist besser wenn man diese direkt in den Post integriert.

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Zusammenfassung

Grundsätzlich sollte das Thema Shadow Banning ganz nüchtern und entspannt betrachtet werden. Jeder der mit Hilfe von organischen Mitteln arbeitet und Instagram so nutzt wie es in den Richtlinien steht sollte nichts zu befürchten haben.

Andererseits sollten User die gezielt auf Bots oder andere spamige Aktivitäten setzen sich hüten, denn sie spielen mit dem Feuer. Meistens ist es immer nur eine Frage der Zeit bis Instagram dahinter kommt und entsprechende Shadowbans verteilt.

Präventiv sollte man deshalb auf Bots etc. verzichten und Instagram auf natürliche Art und Weise sowie Gemäß den Nutzerbedingungen entsprechend bedienen. Dann wird man nie das Problem mit Bans oder Shadow Bans haben.

Ist man jedoch bereits betroffen sollte man sofort etwaige unerlaubte Praktiken einstellen und hoffen, dass Instagram den Shadowban wieder aufhebt. Sollte das nicht passieren kann man Instagram direkt anschreiben und nachfragen (obwohl das bei kleineren Accounts aufgrund der hohen Nachfrage meistens ignoriert wird). Im schlimmsten Fall muss man einen neuen Account eröffnen und aus seinen Fehlern lernen.

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Clemens

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7 Kommentare zu „Shadowban – Vermeiden, Test und Lösung im Überblick“

  1. Manchmal werden Hashtags im Nachhinein gebannt. Jetzt im Sommer hatte ich den Hashtag #hotweather, dieser war nach ein paar Tagen gebannt. Mein Post auch und ein paar Tage später mein Account. Jetzt bin ich im Instagram Universum unsichtbar, schon seit 14 Tagen. Habe schon alle Tipps ausprobiert, bislang hat nichts geholfen.
    1. Hey Ralf,

      variierst du deine Hashtags? Du solltest nicht immer dieselben verwenden. Ansonsten hat Instagram in letzter Zeit auch Accounts ohne Grund gebannt. Entweder du wartest noch ein paar Tage oder du kontaktierst schon mal den Support.

      Lass mich wissen sobald du es lösen konntest.

      LG Clemens

      1. Hallo Clemens,
        den Support von IG zu kontaktieren kann man natürlich machen, aber es kommt keine Antwort, wenn man einen privaten und keinen gewerblichen Account hat. Ich kann seit Wochen nichts mehr liken oder kommentieren. Weiss nicht warum und hätte gerne eine Antwort dazu. Wenn man meint, das für eine bestimmte Zeit so zu belassen, soll man mir das mitteilen, aber das wird scheinbar nicht gemacht.
        Viele Grüße,
        Bernd
        1. Hey Bernd,

          ja das kann teilweise sehr ungerecht sein und Instagram ist einfach überfordert mit der großen Anzahl an Anfragen. Dabei entscheiden Bots und Algorithmen über Bans und Sperren. Zum Nachteil der User.

          Einem Kollegen von (verifizierter Account mit +50K Follower) wurde dieser einfach ohne Grund gesperrt. Nur durch einen persönlichen Kontakt zu Instagram, weil er eben im Silicon Valley arbeitete, konnte er das Problem lösen.

  2. Hallo,

    ist es auch möglich, dass man gebannt ist, obwohl Triberr sagt, es sei alles okay?

    Ich habe einen massiven Reichweitenverlust sehr April und denke, dass da war im Argen sein muss.

    Viele Grüße
    Nicola

    1. Hey Nicola,

      ja das ist nie ausgeschlossen. Triberr kann auch nicht immer zu 100% sagen ob Instagram dich einschränkt oder nicht.

      Hast du schon mal versucht deine Ghost / Fake Follower (welche sich im Laufe der Zeit ansammeln) wieder zu löschen?

      Grüße Clemens

  3. Hallo,
    Wie löscht man seine Fake Followers? Ich habe 26.000 und kann ja nicht jeden einzelnen löschen. Ich habe nie welche gekauft, ich bin nur vor Jahren einmal empfohlen worden. Jetzt liken mich nur durchschnittlich noch um 30 Leute… meine Reichweite ist sicher eingeschränkt, obwohl der Shadowbantest ok ist. Mein Account heißt @lichtfenster… , auch habe ich noch einen, der immer weniger geliked wird mit Namen @diaryofanoldgirl
    über eine Antwort würde ich mich freuen. Gucke schon nach Instagramalternativen.
    Viele Grüße Feli

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